Überblick über den Goldmarkt im Dezember 2025: Die Nachfrage nach sicheren Anlagen lässt die Rallye wieder anziehen
Die Goldpreise erholten sich im Dezember 2025 deutlich und machten somit die Schwächephase von Ende Oktober und Anfang November wieder wett. Durch diesen Aufschwung stieg der Goldpreis im Monatsvergleich um 5,1 % und erreichte im Jahresvergleich eine beeindruckende Performance von 59,1 %.
Der grundlegende Treiber für die anhaltende Aufwertung des Goldes ist die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit.
Wichtige Markttreiber im Dezember 2025
Der Hauptkatalysator für die Performance von Gold ist die anhaltende wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Unsicherheit. Zu den wichtigsten Faktoren, die zu dieser Nachfrage nach sicheren Anlagen beitragen, gehören:
- Politische Unsicherheit: Sorgen um die Handels- und Zollpolitik der USA, die Fiskal und Geldpolitik der USA und die Ernennung des nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve.
- Geopolitische Spannungen: Anhaltende geopolitische Probleme stützen weiterhin die Nachfrage nach Gold als sicherer Anlage.
- Fiskalische Instabilität: Die hohen Primärdefizite in den USA deuten auf eine zunehmende fiskalische Instabilität und das Risiko einer fiskalischen Dominanz hin. Die von der Öffentlichkeit gehaltenen Schulden der US-Bundesregierung stiegen im Geschäftsjahr 2025 auf 99,8 % des BIP.
- Sorgen um den US-Aktienmarkt: Die Anleger sind besorgt über die Nachhaltigkeit der Rallye am US-Aktienmarkt, insbesondere da die positive Erzählung über generative KI einer genauen Prüfung unterzogen wird.
Gold entwickelt sich in der Regel am besten in Zeiten der geldpolitischen Lockerung, der Schwäche des US-Dollars, erhöhter Volatilität an den Vermögensmärkten und vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Goldpreisentwicklung und technische Niveaus
Am 4. Dezember 2025 lag der Goldpreis bei 4.206 USD/Unze.
Obwohl die Rallye wieder aufgenommen wurde, hat Gold sein Hoch vom 20. Oktober bei 4.381 USD/Unze noch nicht überschritten, das sich zu einem wichtigen technischen Widerstandsniveau entwickelt hat. Solange dieses Niveau nicht überzeugend durchbrochen wird, kann die Fortsetzung der Rallye nicht endgültig bestätigt werden. Je länger es dauert, bis es durchbrochen wird, desto stärker dürfte der Widerstand werden.
Gold wird derzeit über seinem 200-Tage-Durchschnitt (3.494 USD/Unze) gehandelt, wobei die Momentum-Indikatoren einen leicht positiven Ausblick zeigen. Sollte das Hoch vom 20. Oktober durchbrochen werden, ist mit einer erneuten Diskussion über den wahrscheinlichen Zeitpunkt eines Durchbruchs der psychologischen Marke von 5.000 USD/Unze zu rechnen.
Aktivitäten von Investoren und Zentralbanken
Goldgedeckte ETFs
Die Bestände goldgedeckter ETFs stiegen im November weiter an und legten in den ersten drei Wochen des Monats um 21,8 Tonnen zu, wodurch sich die Gesamtbestände auf 3.915,2 Tonnen erhöhten. Seit Jahresbeginn sind die Bestände um 696,4 Tonnen gestiegen, was etwa 21 % des Minenangebots entspricht.
- Regionale Nachfrage: Nordamerika (394,1 t) und Asien (+180,3 t) führten die Nachfrage an, wobei auch Europa (+114,8 t) seine Bestände erhöhte.
- Wachstum in China: Chinesische goldgedeckte ETFs verzeichneten ein explosives Wachstum, wobei sich die Bestände auf 237,8 Tonnen mehr als verdoppelten.
Käufe der Zentralbanken
Die Zentralbanken waren im Oktober aktive Käufer und kauften 53 Tonnen Gold, was den größten monatlichen Anstieg seit November 2024 darstellt. Zu den namhaften Käufern gehörten:
- Polnische Nationalbank (+16 t)
- Bank of Brazil (+16 t)
- Zentralbank der Republik Usbekistan (+9 t)
Entwicklung anderer Edelmetalle
Der Edelmetallkomplex erlebte im Dezember eine allgemeine Erholung, angeführt von Silber. Silber stieg um 21,7 % gegenüber dem Vormonat und führte weiterhin die Edelmetalle nach oben, unterstützt durch die knappe physische Verfügbarkeit. Die Jahresperformance betrug 88,5 %. Diese Stärke ist auf anhaltende Versorgungsdefizite und einen stetigen Rückgang der oberirdischen Bestände zurückzuführen. Auch Platin entwickelte sich stark und stieg im Monatsvergleich um 6,8 %, was einem Anstieg von 75,3 % im Jahresvergleich entspricht. Wie bei Silber ist die Stärke von Platin auf mehrjährige Versorgungsdefizite und eine begrenzte Verfügbarkeit auf den Leasingmärkten zurückzuführen, wobei die Leasingraten derzeit bei etwa 14 % auf Jahresbasis für einen Monat liegen. Die physische Verfügbarkeit von Platin bleibt knapp, wobei für die nahe Zukunft ein psychologisches Ziel von 2.000 USD/Unze festgelegt wurde. Palladium blieb hinter seinen Mitbewerbern zurück, verzeichnete aber dennoch einen Anstieg von 1,1 % gegenüber dem Vormonat, was einem Anstieg von 50,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Für Echtzeit-Einblicke in die Goldpreisentwicklung und Markttrends laden Sie unseren Gold-Monatsbericht (auf Englisch) herunter.
Latest blog posts:
Schnelle Kontoeröffnung und Sie können mit dem Investieren beginnen
Entdecken Sie, wie Sie der Konkurrenz davon eilen können
Eröffnen Sie ein Konto