So investieren Sie in SpaceX: Leitfaden zu Aktien und Börsengängen
Kurze Antwort: Nach dem lang erwarteten Börsengang des Unternehmens sind SpaceX-Aktien nun erstmals für Privatanleger erhältlich. Nach mehr als zwei Jahrzehnten als Privatunternehmen ist der Luft- und Raumfahrtriese an die Börse gegangen, wodurch der SpaceX-Börsengang Privatanlegern direkten Zugang zu einem der ehrgeizigsten Unternehmen der Welt verschafft.
Wer ein breiteres Engagement anstrebt, kann auch auf Luftfahrt- und Verteidigungsfonds, ETFs mit Weltraumthematik oder die großen US-Indizes zurückgreifen, in denen SpaceX nun als einer der wertvollsten Bestandteile vertreten ist.
Die Frage, wie man in SpaceX investiert, gehört seit langem zu den häufigsten Fragen im Privatanlegerbereich, und nach Jahren der Spekulationen hat sich die Antwort nun endlich geändert. SpaceX ist nun ein börsennotiertes Unternehmen, und seine Aktien können erstmals an einer großen Börse gehandelt werden. Dieser Leitfaden erläutert, wo SpaceX heute steht, was sein Börsengang für Privatanleger bedeutet und wie man über die bei OANDA verfügbaren Instrumente in das Unternehmen und die breitere Weltraumwirtschaft investieren kann.
Wie ist der aktuelle Stand der SpaceX-Aktie?
Wie ist der aktuelle Stand der SpaceX-Aktie?
SpaceX, dessen offizielle Bezeichnung „Space Exploration Technologies Corp.“ lautet, ist nun ein börsennotiertes Unternehmen, das an der Nasdaq unter dem Tickersymbol SPCX gehandelt wird. Nach mehr als zwei Jahrzehnten als Privatunternehmen mit Hauptsitz in Hawthorne, Kalifornien, können seine Aktien nun erstmals über ein normales Brokerkonto gekauft und verkauft werden.
Im Rahmen des historischen Börsengangs gab SpaceX 555,6 Millionen Aktien zu einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar pro Aktie aus und nahm damit erfolgreich die Rekordsumme von 75 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital ein.
Am ersten Handelstag eröffnete die SpaceX-Aktie bei 150 US-Dollar (auf englisch), wobei intensiver Kaufdruck den Kurs auf ein Tageshoch von 176,52 US-Dollar trieb. Die Aktie schloss ihren ersten Handelstag schließlich bei 160,65 US-Dollar, was einem beeindruckenden Anstieg von 19 % gegenüber dem IPO-Ausgabepreis entspricht und ihr sofort einen Platz unter den weltweit führenden Mega-Cap-Unternehmen sicherte.
Vor dem Börsengang konzentrierte sich das Aktienbesitz auf den Gründer Elon Musk, institutionelle Investoren wie Founders Fund, Sequoia und Fidelity, Mitarbeiter, die Anteile im Rahmen interner Vergütungsprogramme hielten, sowie eine begrenzte Anzahl akkreditierter Anleger, die an privaten Sekundärrunden teilgenommen hatten. Aktien wurden gelegentlich auf privaten Handelsplätzen wie Forge Global und Hiive gehandelt, allerdings war der Zugang eingeschränkt und die Preisgestaltung blieb undurchsichtig. Der Börsengang hat das Unternehmen erstmals für Privatanleger geöffnet und markiert damit einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise, wie normale Menschen Zugang zu einem der einflussreichsten Unternehmen der Welt erhalten können.
Wann fand der Börsengang von SpaceX statt?
SpaceX feierte am 12. Juni 2026 sein Börsendebüt. Der Börsengang war einer der am meisten erwarteten in der Geschichte des Marktes gewesen, wobei Elon Musk lange Zeit betont hatte, dass er es vorziehe, das Unternehmen privat zu halten, bis die Einnahmen aus Starship und Starlink stabil genug seien, um der genauen Prüfung durch die Berichtspflichten des öffentlichen Marktes standzuhalten.
In den Jahren vor dem Börsengang konzentrierten sich die Spekulationen über einen möglichen Börsengang vor allem auf Starlink, die Tochtergesellschaft für Satelliten-Breitbanddienste, da diese über wiederkehrende Abonnementumsätze und ein relativ einfaches Geschäftsmodell verfügte. Zu einem separaten Börsengang kam es letztendlich nicht; stattdessen entschied sich SpaceX dafür, das gesamte Unternehmen an die Börse zu bringen – was schließlich zum größten Börsengang in der Geschichte der Börsen wurde.
Wie man indirekt in SpaceX investiert (über OANDA)
Da es keinen direkten Zugang zu SpaceX-Aktien gibt, besteht die praktische Option für europäische Privatanleger darin, über CFDs auf börsennotierte Unternehmen und ETFs, die bereits bei OANDA verfügbar sind, in den breiteren Raumfahrt- und Luftfahrtsektor zu investieren.
ETF mit Weltraumthematik
Der VanEck Space Innovators UCITS ETF bildet einen Korb börsennotierter Unternehmen ab, die Einnahmen aus Satelliten, Starts, Bodensystemen und weltraumgestützten Daten erzielen. Er ist das bei OANDA EU verfügbare Einzelinstrument, das einem reinen Weltraumengagement am nächsten kommt, und eliminiert das Einzelrisiko einer Wette auf einen einzigen Auftragnehmer.
ETFs für Verteidigung und Luft- und Raumfahrt
Der VanEck Defense UCITS ETF und der Future of Defence UCITS ETF halten beide die größeren Hauptunternehmen, die neben ihrem Kerngeschäft im Verteidigungsbereich den Großteil der US-amerikanischen und europäischen Raumfahrtverträge gewinnen. Sie eignen sich für Anleger, die eine breitere Diversifizierung mit einem Schwerpunkt auf denselben Unternehmen wünschen, die Startsysteme und Satelliten bauen.
Große Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung
Einzelwert-CFDs sind für die größten US-Auftragnehmer verfügbar: Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman, Raytheon Technologies, General Dynamics und L3Harris Technologies. Jedes dieser Unternehmen erzielt einen messbaren Anteil seines Umsatzes aus nationalen Raumfahrt- und Satellitenprogrammen, was bedeutet, dass sich der Wettbewerb von SpaceX um Startverträge direkt auf deren Auftragsbestand auswirkt.
Breite Indizes
Anleger, die ein breit gestreutes Engagement bevorzugen, können den US 500 oder den US 100 handeln, die beide die größten Luftfahrt- und Technologieunternehmen mit wesentlichen Umsätzen im Raumfahrtsektor umfassen.
Um mit einem der in diesem Artikel aufgeführten Instrumente zu handeln, können Sie ein kostenloses Demo-Konto eröffnen und den Sektor mit virtuellem Kapital testen, bevor Sie echtes Kapital einsetzen.
Marktrisiken und Volatilität im Raumfahrtsektor
Der Raumfahrtsektor birgt mehrere Risiken, die Anleger ausdrücklich berücksichtigen sollten. Kapitalintensität ist das erste: Starts, Satellitenfertigung und Bodeninfrastruktur erfordern allesamt einen mehrjährigen Cash-Burn, bevor sich die Umsätze skalieren, was den Sektor Zinszyklen und der Stimmung am Finanzierungsmarkt aussetzt. Kursrückgänge von dreißig Prozent oder mehr in Phasen der Risikoscheu liegen durchaus im historischen Rahmen.
Das technologische Risiko ist die zweite Risikokonzentration. Ein einziger fehlgeschlagener Start, ein massiver Rückruf von Satellitenschüsseln oder eine Satellitenkollision kann über Nacht Werte in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar vernichten und starke Kursrückgänge auslösen. Regulatorische und vertragliche Risiken stellen eine weitere Ebene dar, da viele Raumfahrtunternehmen von staatlichen Programmen abhängig sind; jede Stornierung, Verzögerung oder politische Wende kann die Aktienkurse erheblich beeinflussen.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. CFDs sind gehebelte Produkte und können zu Verlusten führen, die Ihre ursprüngliche Einlage übersteigen. Führen Sie stets eigene Recherchen durch, berücksichtigen Sie Ihre Risikotoleranz und handeln Sie nur mit Kapital, dessen Verlust Sie sich leisten können.
FAQ
- Ist SpaceX an der Börse notiert?
Ja. SpaceX ging am 12. Juni 2026 unter dem Tickersymbol SPCX an die Nasdaq-Börse. Der Börsengang war der größte IPO in der Geschichte des US-Marktes. Am ersten Handelstag stieg der Aktienkurs um etwa 19 %, wodurch sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf rund 2,1 Billionen US-Dollar erhöhte. Damit gehört SpaceX nun zu den größten börsennotierten Unternehmen der Welt.
- Kann ich SpaceX-Aktien kaufen?
Ja. SpaceX-Aktien sind an der Nasdaq unter dem Tickersymbol SPCX notiert und können von Privatanlegern über die meisten Brokerhäuser erworben werden, die Zugang zum US-Markt bieten. Aufgrund der sehr hohen Bewertung des Unternehmens und des großen Interesses der Anleger kann der Aktienkurs durch erhöhte Volatilität gekennzeichnet sein.
- Wem gehört SpaceX?
Elon Musk bleibt der größte Anteilseigner. Nach dem Börsengang behielt er dank einer Vorzugsaktienstruktur, die ihm etwa 85 % der Stimmrechte sichert, die Kontrolle über das Unternehmen. Zu den weiteren Anteilseignern zählen Investmentfonds, frühere Privatanleger sowie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens.
- Ist xAI ein börsennotiertes Unternehmen?
Nein, xAI wird nicht unter einem eigenen, eigenständigen Tickersymbol gehandelt, ist aber nun Teil eines börsennotierten Unternehmens. Nach der offiziellen Eingliederung in SpaceX im Februar 2026 erhalten Anleger durch den Kauf von SPCX-Aktien nun ein direktes Engagement in Elon Musks KI-Unternehmen.
Diese Integration hat jedoch zu einer deutlichen Spaltung des Finanzprofils des Unternehmens geführt:
- Luft- und Raumfahrt & Konnektivität (profitabel): Die Kernaktivitäten – die Startmanifeste für Falcon und Starship sowie das Starlink-Satellitennetzwerk – sind weiterhin hochprofitabel und sorgen für robuste positive Cashflows.
- Künstliche Intelligenz über xAI (hohe Verluste): Dieser Bereich belastet die konsolidierte Bilanz mit operativen Verlusten in Milliardenhöhe erheblich. Grund dafür sind die massiven Investitionsausgaben (CapEx), die für fortschrittliche KI-Chips und den raschen Ausbau des Flaggschiff-Supercomputer-Clusters „Colossus“ erforderlich sind.
Folglich ist eine Investition in SpaceX nicht mehr nur eine reine Wette auf die Luft- und Raumfahrt, sondern gleichzeitig auch eine Wette auf den kapitalintensiven Wettlauf um große Sprachmodelle (LLMs) der nächsten Generation.
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