Marktüberblick Index März 2026: Energieschocks und sich wandelnde Handelspolitik

Report Index Market
27.03.2026 08:51 AM
3 minuten

Es war ein schwieriger Monat für die globalen Aktienmärkte: Der MSCI World Index fiel im Monatsvergleich um 4 %, da die geopolitische Instabilität im Nahen Osten die Anlegerstimmung stark belastet. Dieser Indexmarktüberblick für März 2026 untersucht, wie die Sperrung der Straße von Hormus und die sich wandelnde US-Handelspolitik die Landschaft für wichtige Indizes wie den S&P 500, den FTSE 100 und den DAX 40 neu gestalten.

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Für weitere Einblicke in Markttrends laden Sie unseren monatlichen Indexbericht (auf Englisch) herunter.Globale Versorgungsengpässe und der Persische Golf

Der Hauptgrund für die Marktvolatilität sind die anhaltenden Turbulenzen im Persischen Golf. Die Sperrung der Straße von Hormus hat das weltweite Rohölangebot um etwa 11 Millionen Barrel pro Tag verringert. Zwar können die weltweiten Lagerbestände vorübergehende Engpässe abfedern, doch eine anhaltende Blockade bedroht mehr als nur den Ölmarkt; sie wirkt sich auch auf Flüssigerdgas (LNG), Destillate und synthetische Düngemittel aus.

  • Versorgungsengpass: Der Markt steht vor einem massiven Defizit, das auf 19,5 Millionen Barrel pro Tag ansteigen könnte, sollten weitere Pipelines in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten beeinträchtigt werden.
  • Auswirkungen auf LNG: Rund 20 % des weltweiten LNG-Angebots werden durch die Meerenge transportiert. Katar hat bereits höhere Gewalt erklärt, was die Käufer in einen sehr angespannten Spotmarkt zwingt.

US-Indizes: Testen kritische Unterstützung

Die US-Börsen mussten in diesem Monat einen breit angelegten Rückgang hinnehmen. Investoren kämpfen mit hoher politischer Unsicherheit, die unter der Trump-Regierung auf einen Wert von 369 gestiegen ist, gegenüber 130 unter der Biden-Regierung.

  • S&P 500: Der Index schloss bei 6.632, ein Minus von 2,9 % im Monatsvergleich. Er testet derzeit seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 6.604, während der VIX auf 27,2 % gestiegen ist.
  • Nasdaq: Zeigt mehr Widerstandsfähigkeit, liegt aber dennoch mit 24.381 um 1,2 % unter dem Vormonat.
  • Dow Jones: Ist mit einem Rückgang von 7,0 % gegenüber dem Vormonat deutlich stärker betroffen und schloss bei 46.559.

Abgesehen vom Energiesektor sehen sich die US-Märkte mit fiskalischer Unsicherheit konfrontiert, nachdem die bisherigen Zölle durch einen pauschalen Zoll von 10 % gemäß Abschnitt 122 des Handelsgesetzes ersetzt wurden.

Europäische Märkte: eine Geschichte zweier Indizes

Die Auswirkungen des Energieschocks variieren innerhalb Europas und hängen weitgehend vom sektoralen Engagement ab.

FTSE 100: Das Polster aus Energie und Verteidigung

Der FTSE 100 blieb mit einem Rückgang von 1,4 % im Monatsvergleich relativ unbeeindruckt. Diese Stabilität ist auf seine starke Gewichtung in folgenden Bereichen zurückzuführen:

  • Energie: Shell und BP verzeichneten Zuwächse von 17,2 % bzw. 15,9 %.
  • Verteidigung: BAE Systems stieg in der aktuellen Lage ebenfalls um 17,2 %.

DAX 40: Anfällig für Preisschocks

Im Gegensatz dazu brach der deutsche DAX 40 im Monatsvergleich um 5,7 % auf 23.447 Punkte ein. Der Index reagiert besonders empfindlich auf die globale Risikobereitschaft und ist aufgrund seiner Abhängigkeit von Erdgas- und Ölimporten einem „schwerwiegenden Preisschock“ ausgesetzt. Während sich der Gewinn pro Aktie im Jahresvergleich um 6,7 % erholt hatte, droht die Energiekrise nun, die Unternehmensmargen zu drücken.

Ausblick: Kreditrisiken und Bewertungen

Während das Gewinnwachstum der Unternehmen weiterhin robust ist – für den S&P 500 wird ein künftiges EPS-Wachstum von 15,3 % erwartet –, werden Bewertungsbedenken zunehmend durch Kreditrisiken verdrängt. Der BBB-Kreditindex der Bank of America steigt rapide an, was darauf hindeutet, dass die Aktienbewertungen weiter nach unten tendieren könnten, sollte das Kreditrisiko weiter zunehmen.

Marktbeobachtung: Die Anlegerstimmung hat sich verschlechtert. Aktuelle Daten der AAII-Umfrage zeigen, dass netto 14,5 % der Befragten nun eine pessimistische Einschätzung der Aktienmärkte haben.

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Weitere Einblicke in die Marktentwicklung finden Sie in unserem Index-Monatsbericht (auf Englisch).

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