STOP-LOSS-ORDERS

Eine Stop-Loss-Order wird eingerichtet, um eine Position automatisch im Rahmen des Risikoprofils des Händlers zu schließen. Eine Stop-Loss-Order ist eine defensive Vorgehensweise, die aktiviert werden kann, um eine Order vor größeren Verlusten zu schützen, u. a. vor Margin-Schließungen.

STOP-LOSS-ORDERS VERSTEHEN

Ein Stop-Loss schließt eine offene Position automatisch, wenn der Wechselkurs auf das in der Order vorgegebene Niveau absinkt. Ähnlich einem Take-Profit, bei dem ein Trade geschlossen wird, wenn ein vorgegebener Gewinn erzielt wurde. Es ist zu beachten, dass Stop-Loss-Orders Verluste lediglich begrenzen, angesichts des raschen Markttempos jedoch nicht verhindern können.

Trades werden zum aktuellen Marktkurs geschlossen. Bei sich schnell verändernden Märkten kann zwischen dem aktuellen Kurs und dem Kurs, den Sie für Ihren Stop-Loss festgelegt haben, eine Kurslücke (Gap) entstehen. Wird bei Wiederaufnahme des Handels der Stop-Loss ausgelöst, könnte der Trade zu einem Marktkurs ausgeführt werden, der niedriger ist als der Stop-Loss-Kurs in der Order. Das würde zusätzliche Verluste bedeuten. Aus diesem Grund schließen manche Händler Trades vor dem Handelsschluss zum Wochenende oder verringern den Hebel.

Im Beispiel mit der Einstiegsorder werden 10.000 Einheiten EUR/USD zu 1,06089 verkauft. Mit einem Stop-Loss bei 1,07079 könnte der Trade 99,00 USD Verlust bringen, bevor er automatisch geschlossen wird.

Die Stop-Loss-Order wird eingerichtet, um eine Handelsposition automatisch zu schließen

TRAILING-STOP-ORDERS NÄHER BETRACHTET

Das Hauptmerkmal eines Trailing-Stops ist, dass er sich automatisch mit dem Trade mitbewegt, solange sich der Marktkurs in eine günstige Richtung bewegt. Der Trade wird jedoch automatisch geschlossen, falls sich der Marktkurs plötzlich um einen bestimmten Abstand in eine ungünstige Richtung bewegt.

In diesem Beispiel werden 70.000 JPY mit AUD zu 82,411 gekauft und die Stop-Loss-Order wird bei 100 Pips gesetzt. Bei einer Trailing-Stop-Order kann ein Trade im Wert steigen – wenn Sie z. B. eine Long-Position halten, wird sich der Auslösekurs weiterhin nach oben bewegen, solange auch der Marktkurs steigt. Er bleibt jedoch unverändert, wenn der Marktkurs sinkt. Bei einer Short-Position geht der Auslösekurs weiter nach unten, sofern sich der Marktkurs nach unten bewegt, bleibt jedoch unverändert, wenn der Kurs steigt.

Bei einer Trailing-Stop-Order kann der Trade an Wert gewinnen

STOP-LOSS-NIVEAUS FESTLEGEN

Ein optimaler Punkt für einen Stop-Loss wäre dort, wo er geschützt ist, jedoch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine vorzeitige Ausführung besteht. Als generelle Faustregel könnte der Stop-Loss an dem Punkt gesetzt werden, wo sich die Prämisse für den Trade als falsch erweist. Also der Punkt, an dem sich die Interpretation des Händlers bezüglich der Richtung, in die der Markt sich bewegt, als inkorrekt herausstellt.

Beispielsweise kann bei einer Long-Position in einem Aufwärtstrend ein Stop-Loss unter dem letzten Swing-Tief gesetzt sein, da ein Absinken unterhalb dieses Niveaus die Prämisse einer Abfolge von höheren Hochs und tieferen Tiefs widerlegen würde. Stop-Losses können auch bei wichtigen Kurspunkten basierend auf Unterstützung/Widerstand, Drehpunkten oder Fibonacci-Niveaus gesetzt werden.

Wenn Stop-Loss-Orders einmal platziert sind, ist es am besten, diese nicht von der Richtung des Trades wegzubewegen. Falls sich eine Position jedoch zu Ihren Gunsten entwickelt, und die neue Price Action deutet auf ein neues logisches Niveau hin, das mit der Prämisse für den Handel konform ist, könnten Sie es in Erwägung ziehen, die Order auf das neue Niveau zu bewegen.

Stop-Losses können auch bei wichtigen Kurspunkten basierend auf Unterstützung oder Widerstand gesetzt werden.

PLATZIEREN VON STOP-LOSS-ORDERS BASIEREND AUF FIBONACCI-RETRACEMENTS

Manche Händler verwenden Fibonacci-Retracement als Richtlinie für das Einrichten von Stop-Loss-Limits. Auf diese Art platzierte Orders sind mit einem beträchtlichen Risiko verbunden, doch wenn die erkannten Unterstützungs- bzw. Widerstandsniveaus grundlegend robust sind, wird sich der Wechselkurs wahrscheinlich umkehren, bevor er an eines der Limits anstößt. Wird das Unterstützungs- bzw. Widerstandsniveau jedoch durchbrochen, dann beugt das Setzen von Stop-Losses, wie hier beschrieben, weiteren Verlusten vor.

AUFWÄRTSTRENDS

Wenn die Kurse nach oben tendieren und Sie halten eine Long-Position, dann wäre eine Erwägung, den Stop-Loss knapp unter dem letzten Swing-Tief zu setzen. Da ein Swing-Tief manchmal zu einer Unterstützung wird, kann sich ein sinkender Kurs erholen, bevor er durch ein vorheriges Unterstützungsniveau nach unten durchbricht. Ein Stop-Loss wird nur ausgelöst, falls der Wechselkurs unter ein eingerichtetes Unterstützungsniveau fällt.

ABWÄRTSTREND

Beim Handel in einem Abwärtstrend auf eine Short-Position ist die Empfehlung, den Stop-Loss knapp über dem Swing-Hoch zu setzen, da dieses ein potenzielles Widerstandsniveau darstellen könnte. Denken Sie daran, dass der Kurs zurück auf das Swing-Hoch korrigieren kann, dieses jedoch wahrscheinlich nicht überschreiten wird. Wird der Stop-Loss oberhalb des Widerstandsniveaus gesetzt, heißt das, dass die Order nur dann ausgelöst wird, wenn das Widerstandsniveau durchbrochen wird.

STANDARD-STOP-LOSS-ORDERS

Manche Händler ziehen es vor, Stop-Loss-Orders nicht einzugeben sondern diese stattdessen manuell auszuführen. Das erfordert, neben immenser Selbstdisziplin, ständige Überwachung und ist am besten für fortgeschrittene Händler geeignet, die ihre Positionen immer im Auge behalten. Im Einklang mit Best Practices sind beim Einrichten des Trades generell automatische Stop-Loss-Orders zu setzen.

Automatische Stop-Loss-Orders beim Einrichten des Trades

SLIPPAGE

Trading ist eine Aktivität, bei der Wahrscheinlichkeiten eine große Rolle spielen. Natürlich sollte man die Wahrscheinlichkeiten zu seinem eigenen Gunsten maximieren, indem man eine geeignete Handelsstrategie formuliert, doch es gibt keine Garantien, dass sich der Markt auch wirklich gemäß den Prognosen entwickeln wird. Somit kann auch die zuverlässigste Strategie bei einwandfreier Umsetzung zu negativen Ergebnissen führen.

Lücken (Gaps) sind unvermeidbar. Eine Lücke kann viele verschiedene Ursachen haben. Sie kann in Richtung des aktuellen Markttrends auftreten oder in der entgegengesetzten Richtung. Ist ein Trade offen und es besteht eine Kurslücke in die entgegengesetzte Richtung des Trades, würde der Stop-Loss beim nächstliegenden Kurspunkt ausgelöst werden. In einer solchen Situation kann eine Differenz zwischen dem Kurspunkt, bei dem der Stop-Loss gesetzt wurde, und dem Kurs, zu dem er letztendlich ausgeführt wurde, auftreten. Diese Differenz wird in Händlerkreisen als Slippage bezeichnet und ist ein unvermeidbares Risiko beim Handel.

Slippage ist ein unvermeidbares Risiko beim Handel

LOS GEHT'S

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Das Trading birgt ein erhebliches Verlustrisiko

† Rechtliche Hinweise:

Die Ausführungsgeschwindigkeit basiert auf den mittleren Latenzzeitmessungen vom Bestelleingang bis zur Auftragsbetätigung bei allen Anfragen zu Börsenaufträgen und Handelsabschlüssen, die zwischen dem 1. August und 30. November 2017 auf der v20-Abwicklungsplattform ausgeführt wurden, mit Ausnahme von MT4-initiierten Aufträgen.

Differenzkontrakte (Contracts for Difference - CFDs) oder Edelmetalle sind für Personen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika NICHT verfügbar.

MT4 Hedging ist für Personen mit Wohnsitz in den USA NICHT verfügbar.

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC, US-Aufsichtsbehörde für den Terminhandel) begrenzt den für private Devisenhändler in den Vereinigten Staaten verfügbaren Hebel auf 50:1 bei Hauptwährungspaaren und 20:1 bei allen anderen Währungspaaren. OANDA Asia Pacific gewährt einen maximalen Hebel von 50:1 auf Devisenprodukte und bei Differenzkontrakten kommen Hebelgrenzen zur Anwendung. Der maximale Hebel für Kunden von OANDA Canada wird von der IIROC festgelegt und Änderungen sind vorbehalten. Nähere Informationen finden sich im Abschnitt regulatorische und finanzielle Compliance.

Ihr Kapital steht auf dem Spiel. Verluste können Ihre Investitionen übersteigen. Der Leverage-Handel birgt große Risiken und ist nicht für jeden geeignet.